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Interkulturalität auf dem Teller

  • Klaus Kuenen
  • 30. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Die Studierenden der Media University Köln haben im Modul „Interkulturalität“ eindrucksvoll gezeigt, wie fundiert und datengetrieben studentische Forschung sein kann.


Ein besonderer Glückwunsch geht an Daphne Garcia Athanassiou, Leonard Kunze, Emma Meitz und Lilly Josephine Zasada.
Ein besonderer Glückwunsch geht an Daphne Garcia Athanassiou, Leonard Kunze, Emma Meitz und Lilly Josephine Zasada.

Das Forschungsprojekt widmete sich der Frage:

Welche kulturellen Einflüsse prägen die Gestaltung von McDonald’s-Menüs in unterschiedlichen Ländern?


Besonders hervorzuheben:

Der hohe wissenschaftliche Anspruch und die sorgfältige methodische Umsetzung. Zur Untersuchung der Anpassungsstrategien einer globalen Marke wie McDonald’s beschränkte sich das Team nicht auf oberflächliche Beobachtungen, sondern führte eine systematische qualitative Inhaltsanalyse durch.


Der reflektierte und gezielte Einsatz von Technologie: Mithilfe eines Claude-basierten Workflows wurden Menüdaten aus 16 Ländern extrahiert und in ein standardisiertes Analyseraster überführt. Die KI fungierte dabei ausschließlich als unterstützendes Werkzeug – die Auswertung und Interpretation lagen vollständig in der Verantwortung der Studierenden im Fach Interkulturalität.


Die Ergebnisse der Forschungsgruppe machen zentrale Muster der sogenannten „Glokalisierung“ sichtbar:

Tradition vor Religion: McDonald’s passt seine Angebote in erster Linie an bekannte lokale Gerichte (45,6%) und nationale Geschmackspräferenzen (41,8%) an. Religiöse Anforderungen treten statistisch seltener auf, führen jedoch – wenn relevant – zu tiefgreifenden Veränderungen im gesamten Betriebsablauf (beispielsweise in Israel oder Indien).

Die Grenzen globaler Expansion: In Ländern wie Namibia, Kenia oder Ghana scheitert ein Markteintritt häufig an einer Kombination aus infrastrukturellen Herausforderungen und stark verankerten lokalen Esskulturen.


Kulturelle Unterschiede interaktiv dargestellt: Besonders gelungen ist die Visualisierung der Ergebnisse. Um die umfangreichen Daten anschaulich zu machen, entwickelte das Team eine interaktive Weltkarte: https://6a297891d8f35f6312fc13ab--interkulturalitt.netlify.app/



Mit nur einem Klick wird sichtbar, welche kulturellen Faktoren in welchem Land relevant sind – von süßen McSpaghetti auf den Philippinen bis hin zu ausgeprägten Frühstückstraditionen in Lateinamerika.

Diese Arbeit unterstreicht erneut, wie praxisnah und lebendig akademische Ausbildung an der Media University sein kann, wenn innovative Methoden mit fundierter Analysekompetenz kombiniert werden.



 
 
 

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